Mit wem wir zusammenarbeiten

Neben der ambulanten, der stationären Versorgung und den Gesundheitsämtern gilt die Selbsthilfe heute als vierte Säule des Gesundheitssystems.*

Gerne arbeiten wir mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen, z. B. Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, Physiotherapeuten, Psychologen und Sozialpädagogen.

Die gelebte Zusammenarbeit mit den verschiedenen Experten stellt für uns eine wichtige Säule für unsere Gruppenaktivitäten dar. Die Kooperation begründet sich auf dem gemeinsamen Ziel, dass sowohl die Betroffenen als auch die verschiedenen Profis die Behandlungsqualität für die Betroffenen verbessern möchten.

Wir haben die Beantragung von Fördergeldern beim Bundesministerium für Bildung und Forschung für eine Studie zum Thema „Vermeidung von Narbenhernien nach Rückverlagerung eines künstlichen Ausgangs“ unterstützt. Die Studie sollte von der Universitätsklinik Heidelberg (Professor Dr. med. Markus W. Büchler) und dem Klinikum Mittelbaden Baden-Baden Bühl (Professor Dr. med. Lars Fischer, MBA) durchgeführt werden. Die Bewilligung von Fördergeldern wurde allerdings inzwischen abgelehnt.

Zusammenarbeit mit Kliniken
Wir freuen uns, dass uns inzwischen verschiedene Kliniken dazu eingeladen haben, unsere Selbsthilfegruppe im Rahmen von Patienteninformationsveranstaltungen zum Thema „Hernien“ vorzustellen. Wir wissen es zu schätzen, dass Ärzte die Betroffenenkompetenz als eine Ergänzung zu ihren von ärztlicher Seite aufgezeigten Informationen und Kompetenzen verstehen.

Zusammenarbeit mit anderen Selbsthilfegruppen
Einige Betroffene sind von mehreren Erkrankungen betroffen, sodass sich Berührungspunkte zu anderen Selbsthilfegruppen ergeben, z. B. zu der Deutschen ILCO (die Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige). Hier wird die Zusammenarbeit zugunsten der Betroffenen inzwischen gelebt. So darf unsere Gruppe z. B. eine Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der ILCO-Tage am 21.9.2019  zum Thema „Hernien“ mitgestalten. Eine Zusammenarbeit erfolgt auch mit verschiedenen Adipositas- und anderen Selbsthilfegruppen.

Das Netzwerk Hagener Selbsthilfegruppen
Die Selbsthilfegruppe Hernie arbeitet in Hagen eng mit dem Selbsthilfebüro Hagen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hagen und dem Gesundheitsamt der Stadt Hagen zusammen. Sie nimmt an regelmäßigen Arbeitskreisen des Netzwerkes Hagener Selbsthilfegruppen teil.

Weitere Kooperationspartner
Ferner kooperieren wir mit verschiedenen Organisationen als Vertreter der Selbsthilfe in Gremien des Gesundheitssystems, z. B. der NAKOS, der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen und der BAG Selbsthilfe (Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e. V.).

* Jürgen Matzat, „Akteursperspektiven und Kritiken. Die Selbsthilfe als Korrektiv und ,vierte Säule‘ im Gesundheitswesen“ in  Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Band 15, Heft 3, Seiten 89–97, ISSN (Online) 2365-9890, ISSN (Print) 2192-4848. Online erschienen 1.6.2016, Erschienen im Druck 1.9.2002